Ich wollte über mein Leben nachdenken. Corona und so. Ich dachte, diese besondere Zeit, das langsamere Tempo, die veränderten Gewohnheiten, die vielen Wochen im Heim-Büro hätten inneren Staub aufgewirbelt, den ich nun zusammenkehren und nach kleinen funkelnden Steinchen durchsuchen könnte. Es gab keinen konkreten Anlass, eher das Gefühl, mal konzentriert auf die Dinge blicken zu wollen, abzuwägen, ob man ein paar Weichen antippen müsste.
Ich ging an den Elbstrand, früh am Morgen, die Sonne schien schön, ich schaute aufs Wasser und wartete. Ein paar Jogger liefen vorbei, ich spürte den Augenblick und dachte dabei über alles nach, über das ich sonst auch nachdenke: Netflix, den TÜV, dass der Hund älter wird, das nächste Hautscreening. Irgendwann bekam ich Hunger, also dachte ich darüber nach, was noch im Kühlschrank war. In der…
