KAFFEEPROBE 1: Jasmin, schwarzer Tee, Johannisbeere, Gewürze, schönes Aroma
Sechs Uhr morgens, die Sonne ist aufgegangen und taucht die Hügel in einen rosigen Dunst. Laurence Mukakabera, 54, geht aufs Feld, um ein Bündel Grünfutter für ihre schwarzbunte Kuh und deren Kalb zu holen. Sie baut Kartoffeln und Hirse, Bananen und Bohnen an. Dazwischen stehen ihre 450 Kaffeesträucher. Ihre Einnahmequelle, Alters--- versicherung, sie sagt: ihre Rettung.
Unterwegs kommt Laurence an dem Stück Land vorbei, das Marie bewirtschaftet, ihre Nachbarin, Schicksalsgefährtin, beste Freundin. „Muraho“, hallo, „Ni meza“, alles gut. Sie plaudern ein wenig, „was machst du dir heute zu essen?“ – „Süßkartoffeln“, und währenddessen pflückt Laurence Kaffeekirschen von Maries Bäumen; undenkbar, nur zu reden, ohne dass die Hände etwas tun.
Marie Bedabasingwa, 62, schiebt die Zweige mit einer graziösen Bewegung zur Seite…