Es gibt eine ganz seltsame Angst, die in den Hinterköpfen von Eltern kleinerer Kinder lauert. Also, ich hatte sie, einige andere, die ich kenne, haben sie. So eine dräuende Befürchtung, die sich altmodisch in der Spruchweisheit ausdrückt: „Kleine Kinder, kleine Sorgen – große Kinder, große Sorgen.“ Und neumodisch in einem ganzen Zweig der Unterhaltungsindustrie, der davon lebt, größere Kinder, die eigentlich keine mehr sind, zu Witzfiguren zu verteufeln. Oder als Teufel zu verwitzeln. Und sie „Pubertiere“ oder „Pubertisten“ zu nennen. Als wäre die Pubertät jene Phase auf dem Weg zur Menschwerdung, in der man am wenigsten Mensch und eher Tier oder Terrorist ist. Dabei sind Pubertierende ganz besonders entzückende Menschen, die Zeit mit ihnen ist besonders schön und kostbar, und von ihnen und ihrer wunderbaren Durchgeknalltheit, ihrer Geistesabwesenheit, ihrer Gedankenlosigkeit, ihrer…
