Nachrichten, Erzählungen und Bücher, die davon handeln, wie schlecht der Mensch in seinem tiefsten Innern doch ist, gibt es unzählige. Es sind sogar so viele, dass man zu der Überzeugung gelangen könnte, dass es stimmt: Der Mensch ist schlecht und wird nur durch die Gesellschaft von Schlimmerem abgehalten. Ein Blick auf die Schlagzeilen reicht, um sich zu vergewissern, dass nicht Nächstenliebe und Freundschaften unseren Planeten regieren, sondern Missgunst und Krieg. „So habe ich auch lange Zeit gedacht“, gesteht der niederländische Historiker Rutger Bregman. „Ich wurde 1988 geboren. Meiner Generation wurde beigebracht, dass der Kapitalismus gewonnen hat und wir ein Haufen Egoisten sind, die es irgendwie bei Laune zu halten gilt.“ Doch während seines Geschichtsstudiums fand er immer mehr Indizien dafür, dass der Mensch als solches eigentlich ganz in Ordnung ist.…
