Montag, 6.15 Uhr, der Wecker klingelt, ich habe noch nicht geduscht – und stehe schon knietief im Dispo. Aus der Küche höre ich die Stimmen meines Mannes und meiner Kinder. Seit sechs sitzen sie am Frühstückstisch, den mein Mann zuvor gedeckt hat. Alles also wie immer, doch eins ist heute anders: Bevor ich gleich zu ihnen gehe, werde ich in die Tabelle, die ich gestern vorbereitet habe, zwei Striche malen. In der linken Spalte steht mein Name, sie bleibt noch leer, rechts der Name meines Mannes, da kommen die Striche hin. Denn heute ist der erste Tag eines Experiments: Eine Woche werde ich unsere Familienarbeit tracken. Für jede Viertelstunde, die mein Mann oder ich uns um unsere Kinder, fünf und sieben, kümmern oder kochen, putzen etc., gibt’s einen Strich. Am…
