»Ein altmodisches Wort für einen wunderbaren Zustand: Muße« Liebe Leserin, lieber Leser, diesen Text schreibe ich in der Bahn auf dem Weg von H. nach A. Oh nein, denken Sie jetzt vielleicht, bitte nicht noch eine dieser zwar berechtigten, aber letztlich inzwischen ermüdenden Hasskolumnen über Verspätungen, technische Pannen und geschredderte Nerven ...
Nein, keine Angst, darüber will ich mich – heute zumindest – gar nicht beklagen (mach ich oft genug), denn ich habe gerade einen dieser schönen Momente erwischt, in denen Bahnfahren richtig Spaß macht. Mein Zug, der ein Ersatzzug ohne Platzreservierung ist, hat nur leicht verspätet den Bahnhof verlassen, ich habe einen Sitzplatz in Fahrtrichtung gefunden, grüne Wiesen ziehen an mir vorbei und in mir kehrt die Einsicht ein, dass sich an diesem Zustand die nächsten sechs Stunden nichts…
