»Lieber was verpassen, als sich den Kalender vollzustopfen« Liebe Leserin, lieber Leser, obwohl ich heute mehr davon habe, bin ich geiziger geworden. Ich rede nicht von Geld (das fände ich beschämend), sondern von Zeit. Meine Söhne sind aus dem Haus, meistens jedenfalls. Großeinkäufe nach Dienstschluss, Hausaufgaben am Feierabend, Pflichtkochen für die Familie gehören für mich ebenso zur Vergangenheit wie ganztägige Fußballturniere in stickigen Turnhallen am Wochenende oder Schnitzeljagden zum Kindergeburtstag. Man muss kein Rechengenie sein, um zu erahnen: Da kommen ein paar Stunden mehr zusammen, die ich zur freien Verfügung habe.
Das führt zum einen dazu, dass ich manche Dinge entspannter angehen lassen kann. Gleichzeitig wird aber auf einmal sehr deutlich, was man vorher schon wusste, allerdings nie so deutlich spürte: Alles hat seine Zeit, und so habe ich zwar…
