»Auftanken ist jetzt wichtiger denn je – aber vielleicht anders als bisher« Liebe Leserin, lieber Leser, mein Job ist derzeit „eigentlich chillig“, findet zumindest mein Sohn. Den ganzen Tag zu Hause telefonieren, skypen, zwischendrin was in den PC hacken, der Kühlschrank keine fünf Meter entfernt – da gibt’s nichts zu jammern in seinen Augen. Vom turbulenten Redaktionsleben ist mein Homeoffice-Alltag meilenweit entfernt. Trotzdem fühle ich mich zwischendrin gar nicht so gechillt, sondern genervt vom Dauerschleifen-Modus und, ja: durchaus ein wenig erholungsreif.
Natürlich: Meine Freundin, die systemrelevant täglich psychisch kranke Menschen betreut, oder alle Homeschooling-Eltern, die parallel zum Job ehrenamtlich ihr Lehrer-Diplom machen, haben ganz anderen Stress. Dass sie ausgepowert sind, ist sonnenklar. Aber was ist mit meinem Nachbarn, der während des Lockdowns gar nicht mehr arbeiten konnte – dafür jede…
