»Ich hatte eine dunkelhäutige Mitschülerin, die war total integriert.« »ICH MACHE KEINEN UNTERSCHIED, OB JEMAND SCHWARZ, WEISS, GELB IST.« »Meinen Kollegen stören Witze über seine Hautfarbe nicht.« »Ich habe schwarze Freunde, ich bin kein Rassist.« Kann man lernen, nicht rassistisch zu sein? Ja - man muss nur vorher begreifen, dass man es ist. Denn Rassismus, davon ist die Berliner Diversity-Trainerin Tupoka Ogette überzeugt, kann man kaum entgehen, wenn man in Deutschland zur weißen Mehrheit gehört.
Es ist ein harter Weg der Selbsterkenntnis, auf den Tupoka Ogette die Menschen, die ihre Kurse buchen, schickt. Mit Workshops, Lesungen und Vorträgen klärt sie seit acht Jahren über unbewussten Rassismus und seine Folgen auf, in Firmen, Kultureinrichtungen, Schulen, Adoptionsagenturen. Ihr 2017 erschienenes Handbuch „exit Racism – rassismuskritisch denken lernen“ ist inzwischen der Standard-Leitfaden für…
