Manchmal schreie ich, so laut ich kann. Es ist ein seltsames Gefühl: Die Stimme ist am Rande ihrer Leistungsfähigkeit, sie verändert sich, sie wird heiser, tiefer, irgendwie breiter, sie scheint gar nicht mehr unbedingt aus mir oder aus meinem Mund zu dringen, sie füllt die ganze Wohnung, für Momente scheint sie von überall zu kommen.
Vielleicht sage ich das, damit es sich so anhört, als wären nicht nur die Kinder Opfer dieser Stimme, sondern ich auch, als hätte sie sich von mir gelöst, und ich würde genauso hilflos in ihrem Lärm stehen wie die Kinder. Tue ich aber nicht. Die Stimme, furchtbar, fremd und doch unverkennbar meine eigene, kommt aus mir, aus meiner unheiligen Mitte. Manchmal sehe ich, wie mir beim Schreien ein wenig Speichel aus dem Mund fliegt wie…
