Ich habe mir vor längerer Zeit abgewöhnt, das Wort „perfekt“ zu sagen oder auch nur zu denken, und zwar, seit die Kinder da sind. Nichts ist perfekt, und dennoch danach zu streben, führt ins Unglück. Diese Tatsache leben einem die Kinder vor, und sie sollen lernen, dass es die einzige Art ist, auf die Welt zu blicken: mit Liebe zum unvermeidlich Unperfekten. Daran glaube ich. Mit zwei Ausnahmen. Es gibt einen Punkt, an dem Nudeln perfekt gekocht sind, und man kann ihn finden (und sei es durch Zufall). Und es gibt einen Punkt, an dem Weihnachten perfekt ist, und auch ihn kann man finden (und sei es ebenfalls durch Zufall).
Wenn durchsickert, dass ich Wert auf perfekte Weihnachten lege, runzeln meine Freund*innen die Stirn. Weihnachten gilt als Katastrophengebiet, stressig bis…