Liam und Marvin sind noch beim Essen, Paula bekommt eine trockene Hose. Ein paar Kinder putzen ihre Zähne, andere schauen sich in der Leseecke Bücher an, reihen Dino-Figuren zur Karawane oder stapeln im Werkraum Pappbecher aufeinander. Die Geschäftigkeit einer Hamburger Kita vor Corona, knapp über 60 Kinder, 22 davon noch keine drei Jahre alt, geöffnet von 7 bis 17 Uhr. Und es gibt Kinder, die sind in Normalzeiten genauso lange da: zehn Stunden, jeden Tag. „Das ist mehr, als wir Erwachsenen arbeiten“, sagt Nicole Kursawe, Leiterin der Einrichtung und seit 24 Jahren Erzieherin. „Und für Kinder ist es hier ja sogar noch anstrengender als für uns. Es gibt so viele Reize, dass sie ständig angespannt sind, wie im Großraumbüro.“ Wenn die Pädagogin das Gefühl hat, dass es einem ihrer Schützlinge…