Liebe Leserin, lieber Leser,
Wollen Sie wirklich in GEO lesen, dass die Energiewende auch eine Umweltschweinerei sein kann? In der Redaktion regte sich Unbehagen, als wir auf die Bilder des italienischen Fotografen Davide Monteleone schauten. Er zeigt die großflächige Zerstörung von Naturräumen durch Bergbau und Minen: Schürfwunden in ansonsten paradiesischen Landschaften, Abraumhalden, vergiftete Flüsse.
Solche Bilder haben Sie in GEO schon öfter gesehen, doch ging es dabei meist um den Raubbau an den fossilen Energiereserven der Erde. Die Fotografien ab Seite 26 dagegen zeigen, was passiert, wenn wir in großem Stil Kupfer, Nickel, Kobalt, Lithium aus der Erde holen. Das sind Materialien, die wir brauchen, um Leitungen zu bauen, die Windstrom zur Industrie bringen, für Elektroautos, Solarparks: Für den nachhaltigen Umbau der Energieversorgung werden Naturräume umgegraben, untergepflügt, rasiert.
„Wenn wir…
