Früher war Hip-Hop ein Randphänomen, heute ist er Massenkultur Sie stoßen, schleudern, schneiden durch die Luft. Und oben, auf der Empore, wippt eine ältere Frau zum Beat Trau dich, in die Mitte zu gehen, darum geht es. Trau dich, gesehen zu werden! Vartan Bassil steht auf der Bühne, als habe er nie etwas anderes gemacht. Weißes Hemd, ozeanblaue Cap. Kein Pult, kein Taktstock, aber viel Haltung. „Vor Auftritten haben wir eine Tradition: unseren Energiekreis“, sagt er. „Angefangen haben wir den zu fünft. So viele wie heute waren wir noch nie.“ Vor ihm stehen mehr als 150 Menschen. Bratscher neben Breakdancer, Chorsänger neben Contemporary-Tänzerin. Klang trifft Körper.
„Wenn einer von uns was falsch gemacht hat, hat Mikel ihn immer ‚lash‘ genannt, also: Tollpatsch“, sagt Vartan. Die Menge lacht. „Aber wir haben…