Es gibt Begriffe, die sind eigentlich ausschließlich negativ besetzt, egal, in welchem Kontext. Invasion ist so ein Begriff. Ob im Militärischen, in der Science-Fiction, der Medizin – stets wird hier gewaltsam eingedrungen in fremdes Gebiet, wird infiziert, verheert, verdrängt, zerstört, besetzt und vergiftet. Wenn es nun aber nach dem Fotografen Erik Irmer ginge, müssten wenigstens im Bereich der Bio- und Ökologie ein paar Ausnahmen gemacht werden in der Betrachtung der Invasion.
Irmer arbeitet hauptberuflich in Berlin als Bildredakteur für die „taz“, in seiner Freizeit widmet er sich eigenen Fotoprojekten. Für Naturfotografie hatte er nie viel übrig. „Ich fand es langweilig, einfach nur Tiere und Pflanzen in der Landschaft abzulichten“, sagt er. Aber dann schlich sich bei seinen Touren durch die Hauptstadt immer wieder ein Detail ins Motiv, das Irmer irritierte,…