Liebe Leserin, lieber Leser, ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich will nichts mehr fühlen, wenn ich Donald Trump sehe. Ich habe so viel gefühlt in all den Jahren, in denen er wie kein Politiker vor ihm (und hoffentlich keiner nach ihm) in unser Bewusstsein getrampelt ist. Fast immer waren es starke Gefühle, immer negative: Wut, Zorn, Empörung, Trauer, Ohnmacht. Und doch, so sehr ich mich abzustumpfen versuchte, hat sich ein neues Gefühl eingestellt, als ich Trump am vergangenen Freitag in Alaska sah, auf diesem albernen roten Teppich, den er für Wladimir Putin ausgerollt hatte, einen per internationalem Haftbefehl gesuchten Kriegsverbrecher; als ich sah, wie er ihn anbiedernd „Wladimir“ nannte und dessen Land (ein in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit versunkener Mafia-Staat, nur leider mit Nuklearwaffen) zur globalen Nummer zwei…
