Das Erste, was auffällt: Florian* redet schnell. Über das „Star Wars“-Buch, das er gelesen hat, über Jedi-Ritter und imperiale Truppen. Die Worte sprudeln nur so aus dem Zehntklässler. Der Begriff „slow learner“, mit dem sie hier Kindern wie ihn bezeichnen, scheint da so gar nicht zu passen. „Viele aus meiner Klasse wussten lange nicht, dass ich einer bin“, sagt Florian. „Man merkt kaum Unterschiede.“ Wobei er weiß, dass das nicht so ganz stimmt: Während seine Kamerad*innen aus der 10 d, wenn alles glatt läuft, in drei Jahren Abitur machen, wird Florian die Schule im Sommer verlassen.
Florian wird „zieldifferent“ unterrichtet, wie es heißt. Er hat einen Förderbedarf im Bereich Lernen und damit kaum Aussicht auf überhaupt irgendeinen regulären Schulabschluss. Man könnte sagen: Wenn ein Kind nicht ans Gymnasium gehört, dann…
