»Die Leute bewundern uns. Aber sie möchten nicht, dass ihre Töchter so werden wie wir« Am Tag, als ihr Mann beerdigt wurde, jagte dessen Familie Jeminat Olumegbon, damals 26, aus dem Haus. Sie nahmen ihr alles weg, was sie sich in sieben Jahren Ehe aufgebaut hatte, nicht aus Grausamkeit, sondern weil es in Nigeria noch so üblich ist. Jeminat hatte nichts mehr, nur ihre Handtasche und ihren zweijährigen Sohn Ibrahim.
Als Nnenna Samuila 15 war, wollte sie zum Militär. Sie wollte kämpfen, stark werden wie ein Mann. Aber die Armee nahm keine Frauen. Die Eltern glaubten, das sei nur eine Phase, schickten sie auf die Universität; aus Protest fiel Nnenna mutwillig durch die Prüfungen. Bis sie begriff, dass auch Geldverdienen eine Frau stark machen kann. Sie studierte Psychologie, Soziologie, Betriebswirtschaft,…
