»Wer ist schon rundum perfekt und sozialverträglich auf die Welt gekommen?« Liebe Leserin, lieber Leser,
Zeit meines Lebens kam ich fast immer auf den letzten Drücker. Beim Abi wie bei Langstreckenflügen, sogar bei der Geburt meines zweiten Sohnes lief ich erst eine Stunde vor seinem ersten Schrei in der Klinik ein. Gründe gab’s immer genug für die Last-minute-Tour, faule Ausreden auch. Meist ging’s gut, aber es kostete Nerven, meine und die mancher anderen. Seit Kurzem gelingt es mir immer häufiger, pünktlich, gar überpünktlich zu sein. Ich versichere Ihnen, es ist ein herrliches Gefühl. Vor den anderen da zu sein, nicht zu hetzen, fühlt sich souverän und entspannt an. Ich bedaure nur, dass ich das nicht schon viel früher geschafft habe: mich zu ändern.
Wenn sich zwei Menschen nach Jahren treffen…
