Vor ein paar Monaten, es war kurz nach Frühlingsanfang, stand ich im Supermarkt und fing fast an zu weinen, weil es keinen Rotkohl gab – ich wollte einen asiatischen Salat damit zubereiten, eines unserer Lieblingsgerichte. Koriander hatte ich, Sesamsaat hatte ich, aber der beknackte Kohl hatte einfach keine Saison mehr. Ich blickte mit toten Augen auf die Gemüseauslage und ging nach Hause. „Wann essen wir?“, fragte mein Sohn, als ich zur Tür reinkam. „Gab keinen Kohl“, murmelte ich. Er: „Dann essen wir halt was anderes.“ Darauf ich: „Mir fällt aber nichts ein, verstehst du? Es kotzt mich an, ich habe keine Lust, schon wieder zu kochen, immerzu will irgendwer essen, mir reicht’s jetzt!“
Das war eine Überreaktion, ganz klar. Es tut mir wirklich leid, dass ich so rumgeschrien habe. Fakt…
