Gregory Porter ist ein Muttersöhnchen, das darf man ungestraft auch in seiner Gegenwart behaupten. Warum? „Weil sie es war, die an mich geglaubt, mich ermutigt, auf den richtigen Weg geschubst hat“, sagt der 48-jährige Amerikaner. Und dieser Weg ist: die Musik. Nina Simone, Nat King Cole, Leon Thomson, all das Zeug, das seine Mutter gehört hat, wurde zu seinem eigenen Sound. Er hat Porter berühmt gemacht; Gregory Porter ist, nach ein paar Umwegen über College-Football, Stadtplanungsstudium und Theater, in den vergangenen Jahren zur größten und komplettesten Stimme der Jazzwelt herangewachsen. Seine Mutter hat nichts davon mitbekommen – als sie starb, war Porter 21, seinen internationalen Durchbruch hatte er erst mit Ende 30. „Der Jazz“, sagt er, „hat mich immer wieder aus dem Schmerz über ihren Verlust gezogen.“
Porter singt darüber,…
