Editorial wenn mir heute eine gute Fee anbieten würde, mich morgen auf eine komplett durchkomponierte Traumreise zu schicken, dann wäre sie wahrscheinlich enttäuscht über meine eher verhaltene Reaktion. „Liebe gute Fee“, würde ich wohl herumdrucksen, „schöne Idee, aber muss das schon morgen sein? Ich liebe doch die Vorfreude. Und hast du wirklich schon alles durchgeplant? Wie schade! Wo ich das doch selbst so gern mach …“
Vermutlich würde die Wohltäterin spätestens jetzt genervt die Augen verdrehen und ihr Angebot wegen groben Undanks zurückziehen. Zu Recht – und ich wäre erleichtert. Denn ich reise zwar für mein Leben gern, aber fast ebenso viel Spaß macht es mir, die Auszeit zu planen: mich Monate zuvor mit Reiseführern einzudecken, nach Routen, Unterkünften, Nebenschauplätzen zu suchen, Menschen mit Insiderwissen zu verhören ... So beame…
