Wie lebt man, wenn man mit seinem ersten Roman gleich ins Schwarze getroffen hat, von null auf Bestseller, 100 000 Mal verkauft? Und nun Geld hat, eine Agentin, ein Cabrio und glänzende Kritiken? In Caroline Wahls Fall direkt hinter dem Rostocker Bahnhof, in einem Wohnklotz, der zwischen anderen Wohnklötzen liegt. Eine Nirgendwo-Gegend, drum herum Parkplätze, Freiflächen. Caroline Wahl ist vor einem guten Jahr von Zürich hierhergezogen, weil das Meer nah ist, sie schwimmt gern, mag Möwen.
Ein paar Treppen den Klotz hinauf, langer Flur nach links, dann öffnet sie die Tür zu ihrem Apartment, das so klein ist, dass man es gar nicht noch mit sich selbst befüllen möchte. Ein Nest voller Dinge, Kleidung, Taschen, Kram. Ein bisschen plumpst man hinein in diese Privatheit, aber Caroline Wahl, superkurzer Pony, pinke…
