Auf den ersten Blick könnte Jasna Fritzi Bauer immer noch als Teenager durchgehen. 1,58 Meter misst sie, und sie sieht viel, viel jünger aus, als sie mit ihren 32 tatsächlich ist, weshalb sie bis neulich auf entsprechende Rollen abonniert war – sie sei, schrieb die „FAZ“, „eine Spezialistin für charakterstarke Figuren an der Schwelle zwischen Kind und Frau“. Die Sache ist nur: Ihre Jugendlichkeit ist die einer Abrissbirne, irgendwie fühlt man sich, wenn man dieser Frau bei der Berufsausübung zusieht, latent in Gefahr. Sie ist als Schauspielerin nicht glatt, nicht lustig, selten verbindlich, aber immer am Brodeln. So eine gab’s noch nicht auf unseren Leinwänden und Bildschirmen. Man müsste, befand die „Berliner Zeitung“ einmal treffend, „für Jasna Fritzi Bauer erst eine eigene Schublade zimmern“.
Schweizerin ist sie, in Wiesbaden aufgewachsen,…
