»Am liebsten war er mir, wenn ich gar nicht merkte, dass es ihn gibt« Liebe Leserin, lieber Leser, das Verhältnis zwischen meinem Körper und mir war meist recht entspannt. In der Theorie war mir immer klar: Ohne ihn komme ich nicht weit, er ist mein wichtigster Verbündeter – der einzige Partner, den wir nicht verlassen können. Deshalb versuchte ich ihm eine gute Freundin zu sein, bewegte ihn regelmäßig zum Sport, ernährte ihn halbwegs anständig und ließ ihm meist genug Schlaf.
Allerdings – anders als bei anderen Freundschaften – war mir mein Körper am liebsten, wenn ich gar nicht merkte, dass es ihn gibt. Was netterweise meist zutraf. Das änderte sich vor ein paar Jahren. Es ziepte in der Schulter, erst ab und zu, dann häufiger. Ich versuchte es mit Ignorieren,…
