Malina Meyer, 59, sagt, sie müsse sich erst noch daran gewöhnen, allein zu wohnen. Nach so vielen Jahren auf der Straße und im Obdachlosenheim, zuletzt mit fünf Mitbewohnerinnen. Und doch sei sie froh: „Ich habe nun mein eigenes Reich, und ich mach es mir hier gemütlich.“
Vermittelt wurde ihr die kleine Wohnung im Wedding vom Projekt „Housing First Berlin“. Mieterin ist jedoch Malina Meyer ganz allein, mit allen Rechten und Pflichten. Sie kann die Sozialarbeiter*innen von „Housing First Berlin“ zwar um Hilfe und Unterstützung bitten, bei Amtsgängen, beim Einrichten, bei Problemen mit ihrem Vermieter – aber sie muss es nicht.
„Housing First“ ist ein Ansatz aus der Obdachlosenhilfe, den es international seit den 90er-Jahren gibt, in Europa ist Finnland der Vorreiter. „Housing First“ bedeutet: Obdachlose Menschen, auch diejenigen mit Sucht-…